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Oberste Maxime: Es soll Spaß machen


»Stallarte«: Verein will Kunst fördern

Sie nennen sich beziehungsreich »Stallarte - Initiative zur Förderung von Kunst« und haben Großes vor. Ein jährliches Festival wollen die zehn Vereinsgründer in Roringen etablieren, die kulturellen Sparten wollen sie darin vereinen. Am Sonntag, 30. März soll eine erste Duftmarke gesetzt werden.

Von Peter Krüger-Lenz

Die Schar der Gründungsmitglieder vereint unterschiedliche Kompetenzen. Mit Friederike Schmidt-Möbus ist eine Kunsthistorikerin dabei, Ulrich Potthoff, analytischer Kinder- und Jugendtherapeut, hat sich um alte Musik verdient gemacht. Christel Irmschers Künstleratelier steht in einem ehemaligen Stall in Roringen. Siegfried Lang war vor seiner Emeritierung Kunstwissenschaftler an der Hochschule für Bildenden Künste Braunschweig.

Die Jüngsten im Bunde studieren Leipzig, Rebecca Schuster Theaterwissenschaften und Dramaturgie, Tobias Amslinger am Deutschen Literaturinstitut. Gemeinsam wollen sie Kunst nach Roringen bringen, keinesfalls provinzielle, auf jeden Fall experimentelle und unbedingt spartenübergreifende. Oberste Maxime: Es soll Spaß machen.

Zu Beginn präsentiert der Verein am Sonntag, 30. März, im Anschluss an den Gottesdienst mit Musik von Potthoff (Querflöte) und Birgit Fabritz (Orgel) den Aquarellzyklus »Genesis« von Brigitte Kallmann in der Roringer Kirche. Eine Hommage an die 1993 gestorbene Göttinger Künstlerin hat Irmscher entworfen. Die wird in Irmschers Atelier in der Langen Straße 26 (Beginn: 12.30 Uhr) mit einer Lesung von Amslinger - »Einen Anfang finden» - präsentiert.

Drei Tage Festival

Richtig starten will »Stallarte« allerdings zum Sommeranfang. Im Rahmen eines dreitägigen Festivals (20. bis 22. Juni) sollen Bildende Künstler aus Leipzig, Berlin und Köln gemeinsam mit Komponisten und Autoren für viel Kultur in Roringen sorgen. Später sollen auch Performancekünstler dazu kommen.

Den Schwerpunkt will der Verein auf Zeitgenossen, genauer: junge Künstler legen. »Wir wollen kulturelle Versuchsanordnungen konstruieren«, beschreibt Schmidt-Möbus die Absicht. An »kunstfernen oder kunstfremden Orten« sollen Aktionen stattfinden, eine Zusammenarbeit mit örtlichen Vereinen nicht ausgeschlossen, wenn es passt.

Finanzieren will »Stallarte« seine Aktivitäten über (Förder)Mitgliedsbeiträge, Sponsoren und Geld von einschlägigen öffentlichen Förderern, wie dem Land oder Stiftungen. Die Anträge sind gestellt.

(Göttinger Tageblatt vom 28. März 2008)